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Jahreszeit

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Draußen explodiert der Himmel in wilder Pracht. Noch ein Jahr verblasst. Eiskalte Träume wehen Nachts durch meinen Schlaf. Gibt es noch Hoffnung? Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Urban Christmas

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Die Straßen glitzern, starr vor Frost und Licht, Laternen weben gold'ne Nebelschleier. Die Städte ruh’n, wie schweigende Gemäuer, Ein Hauch von Kälte streichelt mein Gesicht. Mein Atem steigt, ein Flirren in der Luft, Die Häuser schweigen, Schatten huschen sacht. Die Welt erlischt in frostgekühlter Nacht, Die Stadt ein Meer aus Reif, ein kalter Kuss. Doch in den Gassen, hinter milch'gen Scheiben, Erblüht das Leben, warm und voller Klang. Der Frost kann nicht der Herzen Glut vertreiben. Lachen plätschert, ein Stern am Himmel wacht, Der Winter hält die Stadt im kalten Bann, Und doch ist Wärme in ihr - wunderbar. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Im Märchen

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Einst kamen vier Zwerge nach Bingen, um eine Prinzessin zu erringen. Hoch über dem Turm drohten Drachen, und den Helden verging das Lachen. Da begann der Jüngste zu singen. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Liebes Lied

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[ dich zu ] lieben ist samt auf der haut [ dich zu ] fühlen ist eis, bis es taut [ dich zu ] fühlen bringt wünsche ans licht [ dich zu ] küssen ist feuer das zischt [ dich zu ] küssen gießt sterne ins herz [ dich zu ] missen birgt manchen schmerz [ dich zu ] missen löscht der sonne glanz [ dich zu ] lieben ist des lebens tanz Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Karroo-Bar intim

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Heute abend schon wieder - - Kneipe immer dasselbe Stimmung bekannt vertraut. Und heute kein Mensch den du kennst was machst du hier - allein mit wem redest du willst du reden überhaupt. Überhaupt wenn dieser Dylan nicht wäre wärst du längst gegangen. Aber so ziehst du dir ein Bier nach dem anderen ´rein. Das Gefühl da will dich jemand anmachen Blicke meterweit weg Unsicherheit mehr aber auch Trägheit und keine Ahnung ob du richtig liegst. Das dringende Bedürfnis abzuhauen um Pattie Smith zu hören die Rimbaud liebt der schreibt: „Wir wissen, wie wir unser Leben geben – täglich.“ Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Astro-Limericks

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Die greise Astrologin aus Hagen verstand meisterlich Karten zu schlagen Doch den ersehnten Trumpf, verbarg schnell sie im Strumpf, denn der vermocht nichts auszusagen. Ein pfiffiger Gauner aus Herne befragte klammheimlich die Sterne. Vom Himmel sprach Mars, gelangweilt, das wars, ihr könntet mich alle mal gerne. Mit Mars ist das so eine Sache – wobei ich ganz herzlich lache! Denn dieser Planet, der zum Streit ausgeht, fällt auf den Arsch mit Gekrache. Vorbei schaut ein Meister aus Bochum, der ordnet sein Astrolabium, erstaunt über Neptuns Ausflug, der im Netz ziemlich hart aufschlug. Ist das Web nicht Uranus Besitztum? Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Abstinenz

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Computer-Crash und Glühweinsause Wer bliebe da schon gern zu Hause Die Zeit verstreicht auf ihre Weise Und Tage sterben still und leise Die Technik ist ein tückisch Wesen Kann jeder in der Zeitung lesen Das Internet, ist es blockiert, Macht manchen Austausch kompliziert Die Dichtung muss derweil verzichten Von ihrem Fortgang zu berichten Der Dichter wird sich darin fügen Muss sich mit Eigenlob begnügen Denn letztlich ist es einerlei Ob Marktplatz, Forum, Einsied'lei Denn haben Verse dich gefunden Bist mit der Welt du doch verbunden Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Wintersonett

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Im Frost erstarrt die Welt in kaltem Glanz, Die Felder ruhen still, wie ausgemalt. Kein Laut, kein Hauch, kein ferner Widerhall, Nur Schnee, der funkelt wie ein Sternentanz. Der Schritt ist schwer, die Zeit erscheint gefroren, Kein Pfad führt weiter, alles liegt verschneit. Doch ahnt mein Herz in dieser weißen Zeit, Ein neuer Morgen wird aus Nacht geboren. Was schläft, erwacht; was ruht, wird neu entsteh’n Und jede Flocke flüstert still das Wort: Wo Schnee jetzt liegt, wird bald es Leben geben. So schreite ich, vom Winter fest umarmt, Mein Blick enteilt, mein Wunsch von Hoffnung warm, Ein Neubeginn zieht mich ganz sacht hinfort. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Die Progressiven

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Sie schauen die Zukunft in hellem Licht Sie wissen, dass die Welt genesen kann Sie kümmern die Regeln von gestern nicht Und marschieren voraus, sie schreckt kein Zwist Sie wissen, dass die Welt genesen kann Sie fliehen die Kämpfe und Prüfungen nicht Sie marschieren voraus, sie schreckt kein Bann Und erfüllen mit Herzblut ihre moralische Pflicht Sie fliehen die Kämpfe und Prüfungen nicht Sie scheitern zuletzt ohne Klagegesang Sie erfüllen mit Herzblut ihre moralische Pflicht Und lehren die Menschen den aufrechten Gang Sie scheitern zuletzt ohne Klagegesang Sie lassen von ihren Träumen noch nicht Sie lehren die Menschen den aufrechten Gang Und schauen die Zukunft in hellem Licht Die Konservativen Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Berliner Fenster

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Drei junge Männer aus Wuppertal trafen sich gestern zum ersten Mal. Nun liegen sie tot im Garten, während ihre Liebsten auf sie warten. Vom Kirchturm verkündet's ein Hahn. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Child in Time

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In der Weide raunt der Wind Und die Blätter rascheln leise Am Fuß des Baumes schläft ein Kind Das singt im Traum auf seine Weise Es träumt von einer langen Reise Gefühl und Herz sind ganz entrückt Es gleitet durch die Zeit ganz leise Und nie führt es ein Weg zurück Es träumt sich einen Pfad entlang Seit langem hört es den Gesang Der führt in einen fernen Garten Wo andere Träumer auf es warten Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Eskapaden

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langsam kommt das eis und gräbt tiefe furchen ein so leer scheint das glück denn anders als gestern trägt der nahe winter nun keine maske mehr der alte zausel hat den teppich des sommers heimlich zerschnitten und im finsteren tal verzehrt sich der wanderer nach der sonne Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Winters Tod

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Der Winter kam einst nach Berlin und legte zum Sterben sich hin. Als er sein Leben aushauchte, sangen die Spatzen, dass ihn's graute. Denn ihr Frühlingslied machte Sinn. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Frau D´s Dilemma

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„Schizoaffektiv!“ sagt der Arzt, und greift hinter sich in den Medikamentenschrank. Der Frau, die vor ihm steht, schaut er dabei nicht in die Augen. „Kein Problem“, sagt der Arzt, und reicht ihr lässig eine bunte Kapsel. Jetzt muss sie nur noch schlucken. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Aus

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Unverhofft und plötzlich verweigerte ich mir den Dienst ich war mir längst einig den Tyrannen zu entmachten Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Odysseus

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Schnell treiben Windböen die Wogen der Brandung entgegen weiß schäumend zerstiebt die Gischt am harten Fels Ein Augen-Blick schimmernden Samtes blitzt koboldhaft hervor aus brauner Tiefe kühlende Tropfen glitzerndes Nasses benetzen die zuckenden Lippen Einladend die Lichtung, festlich geschmückt der Hain Nausikaa kommt und verweilt für Anna Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Putins Schande

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Feuer rötet die Himmel Blut zerschlagener Knochen Geschändete Leiber Schmücken der Schlacht Prächtigstes Gewand Am letzten Tag der Welt Hels Totenschiff Bezwingt krachend die Brandung Gicht umtost Strömen spät in der Nacht Dämonen an Land Wer stirbt im Bett In solchen Tagen Wenn Óðinns Getier Die Grenzen der Welt zerbricht Lodernde Flammen Blitzende Schwertklingen Des Tods lustvolle Freude Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Muse

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Tritt näher, mein heimgekehrtes Kind Mit deinen sanften Augen voll Nacht und Wind Unerwartet kommst du, in schöner Gestalt Formst uns die Schatten, dunkel und kalt Aus tiefem Traum schäumt weiß die Gischt In heiße Kaskaden aus gleißendem Licht Silberne Tropfen benetzen dein Haar Dein Harfenspiel klingt hell und klar - die sprache gerinnt wenn die erzählung beginnt bunte fäden aus melodie beenden trübsinn und lethargie du bist wie die schäumend weiße helle eine konfus wirbelnde welle Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

rosentot

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in blassem rot fallen die blüten der rose in allerletzter pose in ihren einsamen tod Copyright 2025. All Rights Reserved (Text © HW Jardner, Fotografie © M. Grünwald)

engelzwielicht

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im blauen zwielicht früh am morgen glaubte ich an engelwesen ein tiefes gefühl fast hat des engels flügel mich nicht mehr gestreift Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Der Übergang

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Die Momente verrinnen wie Sand In halbrunden Gläsern Ohne innezuhalten fand Ich den Tod zwischen den Gräsern Mein Leben fließt unaufhaltsam in sich wandelnden Kreisen Abschied entgleitet mir langsam in die kommenden Reisen Die Flucht meidet die Wirklichkeit Und mein sehnsüchtiger Traum Findet erst in letzter Zeit Einen erschreckend leeren Raum Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

reisen

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ein blauer himmel mit dem wald in meinem arm so schön ist die welt am saum der welle tanzen die muscheln im sand in mir tobt ein sturm eisig die skyline berge mit weißen kappen staunen und schauen die spur des hasen weist im mondlicht einen weg wohin flieht mein ich zwischen den wolken fliegt ein kranich nach süden sehnsucht füllt mein herz die tauben gurren weil ihnen der tag gefällt zärtlich war die nacht Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Neulich in Aachen

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In kaum jemals versiegender Welle Die Kamera gezückt und in Hast Strömen Touristen an Karls Quelle Ihnen bleibt kaum die Zeit zur Rast Die Kamera gezückt und in Hast Aachens Münster ins Bild gezwängt Ihnen bleibt kaum die Zeit zur Rast Schnell werden sie ins Innere gedrängt Aachens Münster ins Bild gezwängt Des Teufels Daumen am Tor bestaunt Schnell werden sie ins Innere gedrängt Und sind trotz Atemnot gut gelaunt Des Teufels Daumen am Tor bestaunt Erleichtert zurück in die Sonne Sind sie trotz Atemnot gut gelaunt Und genießen ihr Eis mit Wonne Erleichtert zurück in die Sonne Geht’s zum nächsten Ziel auf die Schnelle Sie genießen ihr Eis mit Wonne In kaum jemals versiegender Welle Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

nichts neues

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keiner singt mehr diese lieder die an den gedanken rütteln krieg und tod ziehn längst schon wieder blutige spuren in den sand geisterbleiche knochen schütteln gräber blühn am straßenrand Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Winters Ruf

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Zerschnitten brüllt der Himmel, starr und kalt, Das Weiß ein Schrei, der alle Farben frisst. Gespensterbäume recken sich ins Nichts, Die Erde bricht – ein Warten, dumpf, entfaltet. Ich taumele, ein Fremder in den Wogen, Mein Schritt zerschellt an Flocken ohne Halt. Ein Riss im Schnee, ein Ruf, der jäh verhallt, Ein Blitz, ein Knall – die Sterne sind verbogen. Kein Anfang, kein Verharren, kein Entweichen, Der Atem bebt, die Wege winden wild. Mein Feuer lodert tief in schwarzen Zeichen. Plötzlich wächst ein Puls aus leeren Weiten, Ein neuer Pfad, ein Wort, das sich enthüllt – Im Chaos selbst beginnt die Zeit zu schreiten. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Samhain

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Mitternacht ist eine seltsame Stunde der Irritation auf dem Weg in die Freiheit kann niemand eine Luftschlange suchen drei Kinder am Rand des Abgrunds lauern Chimären aus Stein an den Kirchentoren bieten Bettelmönche Ablässe für Seelen an. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Schlafes Leben

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Das Leben ist die schönste Reise Doch jeder stirbt auf seine Weise Der Gott des Schlafs kam heute Nacht Er hat mich herzlich ausgelacht So lange schon auf gleichen Wegen Klingt eigentlich nicht sehr verwegen Der Gott des Schlafs kam heute Nacht Er hat manch Fantasie gebracht Ich träumte von dem großen Schlaf Der alles andere übertraf Und ich erwachte still und leise Denn jeder träumt auf seine Weise Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Gefrorenes Blatt

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Ein Blatt, wie Glas, vom Frost gewebt, so klar, Kristalle glitzern, Funken hauchen Licht, Die Zeit erstarrt, hauchdünnes Angesicht – Ein Blatt, wie Glas, vergangner Sommernacht. Copyright 2025. All Rights Reserved (Text © HW Jardner, Fotografie © M. Grünwald)

zur unzeit

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in diesen tagen sitzt du im off und schaust der zeit zu nicht das irgend ´was wichtiger ist als staub im sonnenlicht dass auch gefühlen der atem ausgeht konntest du doch nicht wissen noch immer schaust du der zeit zu und denkst an engelwesen Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

letztens

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vom baum ruft ein kauz die nachtschwärmer ins freie heiter stirbt die nacht Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Paradoxie

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Viel zu schnell vergreifen sich Stunden An den Ewigkeitsmomenten Endlos gedehnt gebärden sich Sekunden Als kuriose Zeitdissidenten Atemlos in scheinbarer Ähnlichkeit Leben Liebende wie versunken Blind für drohende Andersartigkeit Werden Gefühle ausgetrunken Schnell entflieht die Zeit in ihr Sterben Ohne sich um das Leben zu sorgen In ihren Minuten überdauert Verderben Lehnt sich die Ewigkeit an ihr morgen Hoffen und borgen Verleiht dem Zweifel Gesicht Warten auf morgen Verändert es nicht veröffentlicht im Lyrikband der Frankfurter Bibliothek, 2011 Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

frieden

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in all den jahren hab ich mein leben verbraucht froh schau ich zurück in diesen jahren war mir das glück zugetan ruhig schlägt mein herz Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Von der Zeit

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Komm, lass uns spinnen Herz und Verstand Die Zeit mag verrinnen Sie ist bloßer Tand Komm, lass uns ersinnen Gefühle am Strand Die Zeit lass gelingen Sie knüpft unser Band Komm, lass uns beginnen Ein Tanzgewand Die Zeit muss erklingen Sie reicht uns die Hand Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

kleiner vogel

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vorgestern noch frei flattert der kleine Vogel heute seelenlos Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Dark Water Blues

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Vom Wind tätowierter Schein Möwen kreischen im Off Einsam sammelst du Lemminge ein Zerschellt auf nacktem Stoff – dark water blues Am Rand gestrandetes Licht Wellen kräuseln dein Haar Komplizen bekennen immer noch nicht Was einst und nimmer war – dark water blues Im Mondlicht dein fahler Mund Sterne verschütten Glanz Arbeiter malen Städte bunt In trunkener Nächte Tanz – dark water blues Aus Sprüchen geschmiedeter Glamour Dichter begreifen dein Lied Verlierer zerbrechen den Sommer Soweit der Einäugige sieht – dark water blues Auf Felder gestäubter Ruß Raben zerreißen ein Blatt Selbst heute schimmert dein Gruß Im Wasserfall seltsam matt – dark water blues Auf Mauern aus grauem Putz Sprühst du Gemälde ins Sein Ein Eulenspiegel findet Schutz Zwischen Rissen im blauem Stein – dark water blues Die Tinte ist schon verblasst Aus Briefen tropft Schlafes Mohn Gestern sprachst du in stiller Hast Von grenzenloser Liebe Lohn – dark water blues C...

Vom nehmen

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Wir nehmen uns Zeit. Wir nehmen uns ernst. Wir nehmen uns an. Wir nehmen uns einiges heraus. Nehmt euch zusammen, sagen sie. Nehmt euch in Acht, das nimmt kein gutes Ende. Ihr werdet schon sehen. Sie werden schon sehen. Wir werden uns das Leben nehmen. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Losgelöst

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Ein schimmernd Band aus Blütenstaub und Licht, gewunden steigt es auf in sanftem Schweigen. Die Luft vibriert, ein Flüstern raunt im Wind, der Wand’rer folgt, getrieben auszuschreiten. In Waldes Ruh erscheint der Tag als Traum, die Schatten fließen, und weben stille Zeichen. Ein Baum, wie Glas geformt, erhebt sich sacht, scheint sich dem Himmel zuzuneigen. Ein Augenblick – die Zeit wird flüchtig, Staub, die Wirklichkeit zerspringt in lauter Träume. Der Pfad verzweigt, in Mondennacht getaucht, und zieht hinweg, tief in alte Mythen. Das Ziel verhüllt, ein flüchtig ferner Schein – laut pocht mein Herz: Gewissheit, hier zu sein. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Zwiegespräch

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„Ich schneide mir das Haar nicht mehr!“ Der Tod kam zu Besuch im Traum. „Ich fühl mich längst nicht müd und leer, ich treibe Knospen wie ein Baum.“ Der Tod kam zu Besuch im Traum, ich sprach ganz freundlich, fast vertraut: „Ich treibe Knospen wie ein Baum, mein Haus ist längst noch nicht gebaut.“ Er sprach ganz freundlich, fast vertraut: „Lass los, es gibt kein ewig Leben.“ „Mein Haus ist längst noch nicht gebaut, jetzt schon zu folgen, klingt verwegen.“ „Lass los, es gibt kein ewig Leben.“ „Es gibt nichts, was zu sterben lohnt, jetzt schon zu folgen, klingt verwegen. Es ist mir recht, ich bleib verschont.“ „Es gibt nichts, was zu sterben lohnt. Tief einzuatmen, ich begehr. Es ist mir recht, ich bleib verschont: Ich schneide mir das Haar nicht mehr!“ Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Außer Kontrolle

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Die Muse gegangen Ein Schutzengel pausiert Gedanken verlangen Dass man sie nackt serviert Das Lied ist verschwunden Viele Worte dahin Fragmente erkunden Manch verborgenen Sinn Der Kern kennt sein Leuchten Ein Gefühl reißt sich frei Zwei Tränen befeuchten Der Menschen Geschrei Die Bühne heißt Morgen Ein Kostüm neu genäht Bedrängende Sorgen Bleiben unausgesät Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

Afghanistan in uns

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Gleich unter dem Zwerchfell kräuseln sich beim Klang einer Flöte meine Gedanken segeln wie Papierflugzeuge falten Kinder im Schlaf überlegt sich einer wo Drachen hausen in den tiefen Klüften der Seele graben Goldgräber nach Gefühlen aus Stein sind die Herzen der Warlords in Afghanistans Bergen vergeht die Schönheit eines Sonnenuntergangs in der Asche des Krieges sammeln Krähen die letzten Knochen ein. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

drei wünsche frei

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wenn wir es wollen werden wünsche wirklichkeit leben wie im märchen Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

The City

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The city swallowed the essence of man. Red ghosts tumbled with flickering wings. Down the lane . . . . . . der Bass setzt dem Blues harte Akzente zwischen die Akkorde der Strat. Er wusste, es kann nur diese eine sein. Er hätte sie überall herausgehört. Ohne die Stadt kann er sich nicht vorstellen zu sein. Er müsste sich völlig neu erfinden. Tief dringt der Blues der Stadt in seinen Rhythmus. Seine Identität ist urban. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie)

rätselhaft

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sage mir wie ich erkennen kann damit du mich liebst erkläre mir wie ich verstehen kann damit du mich lässt zeige mir wo ich dich finden kann damit du mich hältst Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie

Selbsterkenntnis

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Unter der Haut liegen und dem Blut in den Adern lauschen Milliarden Zellen dem Rhythmus des Lebens entkommt nur der Tod steht am Scheideweg legt der Wanderer einen letzten Stein auf die Pyramide schließt Könige in ihr Herz bohrt sich Amors Pfeil kurz vor dem Ende öffnet sich das Tor ins Freie Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie

andalusien

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andere welten verspricht der blick durchs fenster der kuss der freiheit nach der wanderung tauche ich meine füße tief ins abendrot Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie

Ein ferner Ruf

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Der Schleier fällt, die Nacht entweicht, am Horizont ein schwaches Flimmern. Der Pfad, ein Ruf, der vage reicht an Welten, die von Ferne schimmern. Die Fremde singt ihr stilles Lied, ein Hauch von Ewigkeit im Flehen, ein Licht, das durch die Räume zieht, lässt Schatten flüstern und vergehen. Ein Stern, der über Tiefen wacht, erglüht und schwindet unbehaust, Verborg'nes kündend, unbekannt. Die Ferne lockt mit sanfter Macht, ein Wunsch, der Wand'ren Wege baut, dem Unvertrauten zugewandt. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie

Drei Weiber

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In tiefster Nacht bei Hermeskeil boten drei Weiber ihre Reize feil. Und als der Tag endlich graute, da schlug die Schönste die Laute. Und der Pfaffe hing baumelnd am Seil. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie

wie katzen

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zuerst waren sie blind und als sie sahen – erschreckt zuerst ganz verwirrt und als sie verstanden – entsetzt zuerst war da liebe und als sie verging – verletzt Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie

heimweh

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lahmer kakadu in grauer städte mauern voller tropenlust Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie

Mondnacht

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Ein bleicher Mond ertrinkt in schwarzer Flut, Der Wind heult klagend durch die Felsenspalten, Die Brandung grollt, als wollte sie's erklären, Und schlägt mit nassen Händen wild - und ruht. Ein Schatten wankt am Kliff, vom Sturm getragen, Ein flüsternd Weh’n, das Geister leise singen. Die Wellen krümmen sich zu Totenschwingen, Die Klippen hallen wider längst vergangenes Klagen. Da war ein Bild, ein Glanz aus Trug und Ferne, Ein Traum, zerschellt, wie ein verloschener Stern. Das Meer zerfrisst den Mond mit bleichen Zähnen. Mein Herz, ein Kliff, gepeitscht in wildem Sehnen Zerschellt in Wellen, tosend, kalt und ferne. Ein Glimmen nur – im tränennassen Meer der Nacht. Copyright 2025. All Rights Reserved (Texte und Fotografie