Der leere Kreis
Ein Pinselstrich folgt schweigend seinem Lauf,
ein Anfang, irgendwo ein Ende.
Der Atem fließt ganz leise, löst sich auf,
wenn Stille spiegelt leere Wände.
Ein Kreis im Sand, ein Windhauch wischt ihn fort,
sodass was ist, gleich darauf verschwindet.
Kein Ziel, kein Weg, kein Name und kein Ort,
wenn alles Sein erscheint für wenige Sekunden.
Der Kreis bleibt offen, rund und still,
ein Atemzug, der nichts behalten will.
Die Form ist da, und weicht zugleich,
wenn Denken stockt, Bezeichnen weicht.
Copyright 2026. All Rights Reserved (Text HW Jardner; Kalligraphie H. Jardner)

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